IF 9 – Fortschritt durch Stillstand

2.646,62 ist meine Zahl des Tages. Eigentlich sollte an dieser Stelle eine 0 (Null) stehen. Ich stelle mich damit ruhig, daß ich ja „nur“ in einer Experimentierphase bin und nicht zwingend fasten muß.

Allerdings schlage ich schon seit Tagen gewaltig über die Stränge. Nach nunmehr elf Tagen bin ich schon knapp 5.000 kcal. über Soll bzw. Kann/Darf.

Wirklich dramatisch ist dies nicht, es könnte über 3 Fastentage kompensiert werden. Doch was sind die Gründe für dieses übermäßige Essen, das ich in den vergangenen Tagen praktizierte?

Dem gilt es auf den Grund zu gehen.

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IF 8 – Manchmal muß man auch mal inkonsequent sein

Heute gibt es etwas zu feiern. Ich bin meinen Grundsätzen untreu geworden und habe meine Fastenpläne über den Haufen geworfen.

Nicht für immer, nur für heute.

Gestern hatte ich ja noch etwas über 600 kcal. zur Verfügung und ich dachte ein Brioche könne dem abhelfen. Aber wie das Leben so spielt, fiel mir ein 600-Gramm-Exemplar in die Hände und – man weiß nicht genau wie es geschah – als ich zuhause ankam, waren nurmehr 130 Gramm übrig.

Das bedeutet, daß diesen fehlenden 470 Gramm nicht nur meine 600 kcal, sondern auch noch weitere 1.000 kcal. abdecken.

Und da ich nicht wußte wohin damit, habe ich sie auf den heutigen Tag geschoben, dem Brioche den endgültigen Garaus gemacht und mir für den Rest der Woche alternierendes Fasten verordnet.

Soll mir mal keiner nachsagen ich sei nicht flexibel.

IF 7 – Weniger ist mehr …

Aktuell habe ich 925 kcal. von meinen erlaubten 1.500 kcal. verbraten. Ob ich mich mäßige und die 616 kcal. mal links liegen lasse, weiß ich noch nicht, denn morgen steht der nächste Fastentag an. Außerdem ist die Zeitspanne zwischen meinen einzelnen „Mahlzeiten“ nicht konkret definiert.

Es sollten 16 Stunden dazwischen liegen, momentan sind es im Durchschnitt 4h. Ich versuche dies mit verstärktem Trinken zu kompensieren. Und ich sollte wohl die Zusammensetzung meiner Speisen überdenken. Besonders kalorienlastig sind sie eher nicht, doch es gibt noch reichlich Luft nach oben.

Ich werde mich weiter beobachten.

IF 6 – Es pendelt so hin und her

Jetzt bin ich schon 7 Tage am Werk und verfolge mit Bestürzung meinen Drang zum Fressen. So war das eigentlich nicht geplant.

Ich bin im Soll, sogar darunter. Doch in den Tagen, in denen ich nicht komplett faste, esse ich mehr, als eigentlich vorgesehen war. Merkwürdig. Und es ist wahrlich kein Naschwerk, das den Weg in meinen Magen sucht.

Es ist schon so, daß die Rahmenbedingungen nicht optimal sind, extrem viel Stress und ungeklärte Dinge. Viel Frustration und auch Verzweiflung, ob der Situationen, die so sind, wie sie sind und nicht anders.

Ich stopfe das Elend halt weg, bzw. ich versuche es. Sieht so aus, als ob es nicht funktioniert – aber das hatte ich auch nicht erwartet. Was ich erwartet hatte war, daß ich darüber stehe und durchführe, was ich mir vorgenommen habe.

Ich betrachte dies nicht als „Scheitern“, ich befinde mich eh in einer Versuchsphase, doch ich merke schon, daß ich auch an den anderen Stellschrauben drehen muß. Und es gibt reichlich zu tun, vor allem weniger zu essen …

IF 5 – Interessante Differenzen

Mittlerweile betreibe ich seit 6 Tagen mein individuelles Intervallfasten und hätte mir in dieser Zeit 9.000 kcal. zuführen dürfen. In der Tat waren es lediglich 7.724,32 kcal. Wie kommt das?

Nun, jeden dritten Tag gibt es nichts zu essen und die Kompensation dazwischen liegt deutlich über dem täglichen Maximum von 1.500 kcal., bleibt aber in der Summe darunter.

Jetzt stellt sich die Frage: Pendelt sich das irgendwann ein, und reduziert sich meine Kalorienaufnahme letztendlich doch?

Und wird die Menge/Masse an Körperfett im gewünschten Maße schwinden?

So ne Schweinerei

Man mag sich solche Filme gar nicht mehr anschauen. Heimliche Aufnahmen, wie es in der Schweinezucht zugeht, noch und nöcher und der Mensch bleibt untätig – ruft maximal nach „der Politik“.

Bei allem Verständnis für wirtschaftliche Erfordernisse und auch mit viel Verständnis dafür, daß sich Arbeit lohnen soll – aber wer Tiere quält, den sollte man exakt so behandeln, wie mit diesen Geschöpfen umgegangen wird.

Nicht nur einsperren, sondern bewegungsunfähig fixieren, ohne Narkose schmerzhafte Behandlungen vornehmen – In Vertretung für die Tiere: wie du mir so ich dir. Und nicht nur den Besitzern solcher Fabriken, sondern auch allen, die durch mitmachen, wegsehen und essen von Prokukten, die aus solchen elenden „Produktionsbedingungen“ stammen, dazu beitragen, daß solche Zustände überhaupt oder weiterhin herrschen (können), muß man solche Behandlungen gönnen.

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Was die organisierte Landwirtschaft dazu sagt

 

 

 

 

 

IF 4 – Wahre Selbstkontrolle

Ich weiß nicht, wie lange ich schon nicht mehr die Stunden und Minuten und Sekunden und Millisekunden und … gezählt habe, weil ich es nicht mehr erwarten konnte.

Punkt Mitternacht war es dann soweit: Die Plastiktüte mit den biologischen Bio-Bio Sonnenblumenkernen wurde aus dem Regal gerissen und Kernchen für Kernchen … und ich bin so genial, nach exakt 100 Gramm war ich fertig damit. Ich hab’s nachgewogen.

Ob dieser Völlerei erschreckte sich mein Gewissen und befahl mir 2 Möhren zu knabbern, zufällig waren die auch Bio. Nachvollziehbar, daß Gerechtigkeit zu walten hat und die Gegenseite berücksichtigt werden muß.

Der geübte Blick fasste einen französischen Nachbarn und Freund ins Auge, der vor ein paar Tagen extra aus der Normandie vorbeikam, mit nur 268 kcal./100 gr. im Gepäck. Den habe ich dann vernascht.

Und ich kann mich nicht bremsen erneut zu betonen, daß ich für konkrete Mengen ein Händchen habe. Von einer 250 gr.-Packung auf Anhieb exakt die Hälfte abzumessen – und das ohne technische Hilfsmittel, wie z.B. einer Waage, das ist Können!

Erst als es schon zu spät war, wurde mir gewahr, daß ich erneut ein Bio-Produkt zu mir nahm und es war noch nicht mal als ein solches deklariert. Zutaten: Pasteurisierte Kuhmilch, Salz, Käserei-Fermente.

Geschockt begab ich mich auf die Suche nach einer Alternative und fand sie nach einer Anstandsfrist von 18 Stunden in Eis, Flammkuchen und trockene Brötchen mit Wurst. Damit konnte ich mein Kalorienpensum an nur einem Tag mehr als verdoppeln. Gekonnt ist gekonnt.

 

IF 3 – 1. Fastung

Heute ist der Tag, an dem ich komplett faste. Es wird nichts gegessen, dafür reichlich getrunken und auch meinen milchgetränkten Kaffee versage ich mir. Den Kaffee selbst nicht.

Zwar hatte ich bis jetzt „nur“ 2.636,3 kcal. konsumiert, fühle mich dennoch gerüstet für die kurzen Momente der Entbehrung.

Bei Speis‘ und Trank war ich in den vergangenen beiden Tagen nicht wählerisch, es kam auf den Tisch bzw. in den Mund, wonach mir gelüstete. Und so tummeln sich in meinem Magen Johannisbeerstreusel, aus dem absolut nicht ignorierbaren Sonder-Sonder-Angebot neben reichlich biologischen Sonnenblumenkernen auch fette Leberwurst und industriell produziertes Brot.

Man ahnt schon, daß hier noch keinerlei planerisches Werk zum Zuge kommt. Das geht schon in Ordnung, denn der Dezember soll eh mein Experimentiermonat sein. 2020 will ich mich an das Alternate Day Fasting (ADF) ebenfalls mit max. 1.500 kcal. heranwagen, um den Anteil des viszeralen Fetts, das als besonders gefährlich gilt, massiv zu reduzieren.

 

IF 2 – Startschuß

Nun ist es offiziell, ich eröffne die Intervallfastenspiele und werfe meine 80 kg in den Ring. Am Ende dieses Monats will ich wenigstens 4 kg weniger wiegen. Um es möglichst präzise zu formulieren, es sollen 4 kg überflüssiges Körperfett verschwinden.

Um das zu erreichen, muß es mir gelingen innerhalb der nächsten 21 Tage 30.800 kcal einzusparen (1 kg Körperfett entsprechen ca. 7.700 kcal.). Das ist ein ganz schön ambitioniertes Unterfangen, denn schließlich fallen meine Reduzierungspläne in die ach so schlemmerlastige Weihnachtszeit. Doch ich sage mir, wenn ich diese Hürde mit Bravour nehme, wird der Rest ein Kinderspiel.

Und da jedem Erfolg ein ausgeklügelter Plan zugrunde liegt, halte ich zunächst einmal fest, daß das zu limitierende Kalorienkontingent i.d.R. über folgende drei sog. Makronährstoffe aufgenommen wird.

  • Eiweiß: 4,1 kcal pro 1 Gramm
  • Kohlenhydrate: 4,1 kcal pro 1 Gramm
  • Fett: 9,3 kcal pro 1 Gramm

Daher sollte jede/r Abnehmwillige über ein wenig Rechenkompetenz verfügen – Grundschulniveau ist in dieser Hinsicht völlig ausreichend – denn es gilt eine vernünftige Zusammensetzung dieser Nährstoffe zu finden.

Dabei ist es nicht erforderlich wild hin und her zu experimentieren. Es liegen seriöse Quellen vor, die dem erschlankten Menschen in spe zwar ein wenig Recherche abverlangen, jedoch Daten bereitstellen, die man zur Grundversorgung heranziehen kann/sollte.

Für mich selbst habe ich beschlossen, folgende Nährstoffverteilung anzuwenden:

  • Kohlenhydrate: 22-40%
  • Fett: 28-47%
  • Eiweiß: 19-35%

Jedoch nicht bezogen auf den weiblichen Durchschnittsbedarf von ca. 2.000 kcal./Tag, sondern basierend auf 1.500 kcal./Tag.

Daher würde ich auch vom 09. bis zum 31.12. statt 46.000 kcal. zunächst 31.500 kcal. zu mir nehmen. Damit spare ich allerdings nicht meine avisierten 30.800 kcal., sondern bloß 10.500 kcal – was nur wenig mehr, als 1,5 kg Körperfett ausmacht. Die restlichen 21.000 kcal. bzw. deren Äquivalent von 2,5 kg Körperfett plane ich über den Effekt des Intervallfastens zu eliminieren. Dazu setze ich mich alle 3 Tage auf „Nulldiät“. Damit würden weitere 14.000 kcal. (ca. 2kg Körperfett) wegfallen.

Ob das funktioniert?

IF 1 – Ist der Weg das Ziel?

Ist der Weg das Ziel? Das wird sich zeigen. Doch was ist mit einem Konzept? Nun ich hätte eines. Intervallfasten (IF) in Kombination mit Kalorienreduktion und -zählen.

Doch zunächst ein paar Basisdaten. Weiblich, 56 Jahre, 160 groß/klein und 80kg schwer. Nach Prüfung meiner aktuellen Werte läßt mich irgendein BMI-Rechner wissen, daß mein gesunder Gewichtsbereich zwischen 58,9 und 71,7 kg läge, gleichwohl mein „altersentsprechendes“ Idealgewicht bei 61,4 kg.

Und nun grübele ich, ob mein Ziel auf 58,9 kg, 61,4 kg, 71,7 kg, irgendwo dazwischen oder doch noch darunter angesetzt werden sollte. Solche Überlegungen sind beileibe nicht trivialer Natur. Ach ja, mein BMI liegt bei 31,2 und somit lautet die Diagnose: übergewichtig.

Spaßeshalber konsultiere ich BMI-Rechner #2 und erfahre, daß mein Idealgewicht zwischen 49 kg und 62 kg pendelt. Bei dem Wert 31,2,  Adipositas vorliegt – tststs, da war #1 weitaus netter zu mir. Mein Grundumsatz beläuft sich auf 1.304 kcal, dazu hatte sich BMI-Rechner #1 komplett enthalten. Nachdem ich auf den Button „mehr erfahren“ klicke und erneut meine Basisdaten eintrage, wächst mein Grundumsatz plötzlich auf 1.448 kcal.

Also muß BMI-Rechner #3 ans Werk. Den interessiert mein Alter nicht die Bohne und ermittelt einen BMI von 31,25.

Jetzt muß mal ein „kompetenter“ Partner ran, ich wähle irgendeine Krankenkasse, liefere meine Daten, habe einen BMI von 31,3 und wiege „etwas zu viel“.

Fitforfun meint:

Ergebnis
Ihr persönlicher Body-Mass-Index liegt bei 31.3.

Dein Körpergewicht liegt in einem deutlich erhöhten Bereich. Höchste Zeit aktiv zu werden, denn Übergewicht gilt als Risikofaktor für das Herz-Kreislauf-System. Die besten Erfolge erzielst du, wenn du mehr Kalorien durch körperliche Aktivität verbrennst und gleichzeitig Kalorien (vor allem Fettkalorien!) beim Essen einsparst. Auf diese Weise reduzierst du mit Sicherheit dein Körpergewicht und förderst auch das Leistungsvermögen.

Ich könnte ewig so weiter machen … bringt mich bloß nicht weiter

Eindeutig ist, mit 80 kg trage ich – bezogen auf meine Größe – zuviel Gewicht mit mir herum und das ich einiges davon loswerden sollte. Wie praktisch fügt es sich, daß ich das auch möchte.

Dazu scheint mir das Intervallfasten eine vielversprechende Methode dem Überfluß an Kilogramm Paroli zu bieten. Ich mag mich auch gar nicht festlegen, ob 5:2, 16:8 oder was weiß ich für Varianten zum Zuge kommen.

Ich will einfach mal was probieren und sehen was dabei heraus kommt.